Kündigung durch den Dienstgeber

Rechtsinfo. Bei einer Kündigung durch den Arbeitgeber sieht das österreichische Arbeitsrecht bestimmte Fristen und Termine vor.

Bei einer Dienstgeber-Kündigung ist es ausschlaggebend, wann sie dem Beschäftigten,  tatsächlich zugeht. „Das kann sowohl mündlich in einem Gespräch sein, da geht sie sofort zu, oder schriftlich, wenn Ihnen die Kündigung per Post zugestellt wird“, erklärt GPA-djp Rechtsschutzexpertin Barbara Zechmeister.

Die Kündigungsfrist ist die Zeit zwischen Empfang der Kündigung und dem letzten Tag des Dienstverhältnisses. Dieser letzte Tag ist dann auch der Kündigungstermin, an dem dann das Dienstverhältnis tatsächlich endet. Die Kündigungsfrist beträgt im Angestelltengesetz mindestens sechs Wochen, verlängert sich ab dem zweiten Dienstjahr auf zwei Monate und ab dem fünften, fünfzehnten und 25. Dienstjahr um je einen Monat.

Trotzdem ist hier Vorsicht geboten: „Auch wenn der Dienstgeber die richtige Kündigungsfrist oder den richtigen Kündigungstermin nicht beachtet macht das die Kündigung als solche nicht ungültig“, weiß Zechmeister.

Form

Eine spezielle Form ist normalerweise nicht vorgesehen. Eine Kündigung kann somit normalerweise mündlich oder schriftlich erfolgen und muss auch nicht begründet werden. Es gibt allerdings auch Kollektivverträge bzw. Dienstverträge, in denen festgehalten ist, dass eine Kündigung nur mittels (Ein-)Schreiben möglich ist.

Auch während des Urlaubs oder Krankenstandes ist eine Kündigung möglich.

In Betrieben mit Betriebsrat kann eine Kündigung nur dann rechtswirksam ausgesprochen werden, wenn der Betriebsrat vorher verständigt wurde. Bestimmte Personen, wie z.B. werdende Mütter, Belegschaftsvertreter, Behinderte, Lehrlinge, Eltern während Karenzurlaub und Elternteilzeit, oder Präsenz- und Zivildienstpflichtige unterliegen einem besonderen Kündigungsschutz.

„Wichtig ist auch, dass ab dem Erhalt der Kündigung die Frist für eine eventuelle Anfechtung zu laufen beginnt, diese dauert maximal zwei Wochen“, sagt Zechmeister.

Der Arbeit fern bleiben darf man dann nur bei ausdrücklicher Dienstfreistellung.

Verzichtserklärung nicht unterschreiben

Mit dem Ende des Dienstverhältnisses ist die Endabrechnung zu übermitteln, ein Dienstzeugnis muss der/die Beschäftigte verlangen. „Schauen Sie sich die Abrechnung der Beendigungsansprüche – also den Bezug bis zum letzten Arbeitstag, offener Urlaub, Sonderzahlungen, ggf. Abfertigung – ganz genau an!“ rät Zechmeister. „Unterschreiben Sie vor allem keine Verzichtserklärung!“ Manche Dienstgeber versuchen nämlich, eine Bestätigung, dass keine weiteren Ansprüche mehr offen sind zu erhalten. „Unterschreiben Sie hier nichts ohne vorherige Beratung!“

Bei Fragen unterstützt Sie die GPA-djp gerne telefonisch oder in einem persönlichen Beratungsgespräch in ihrer Region! Auskunft unter 05 0301-301

 

10 comments for “Kündigung durch den Dienstgeber

  1. 22. Mai 2013 at 11:56

    hallo brauchen hilfe ich wa kündigungsfrist gelassen ohne grud : ich gearbeitet 6 monate an diese firma als reigung kraft hanen rechte zu endabrechnung und wieviel kann bekommen geld maine monatlich lon wa 700 euro deht wegen darum und kann das glaichen wenn das endabrechnung bekommen und alles paß .Danke Mück

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