Gabeln und Zangen statt Plastik

Foto: Fotolia

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Keine Handschuhe mehr in der Feinkost: Das schützt die Haut der MitarbeiterInnen, bringt mehr Hygiene und nützt auch der Umwelt.

Wenn sich KonsumentInnen in der Feinkostabteilung Wurst, Schinken oder Käse frisch aufschneiden lassen, dann erwarten sie sich zu Recht hygienisch einwandfreie Bedingungen. Dass die MitarbeiterInnen Einweghandschuhe tragen, ist daher für viele selbstverständlich. Eine rechtliche Verpflichtung dafür existierte jedoch noch nie und auch im Sinne der gewünschten Sauberkeit sind Handschuhe bei weitem nicht so effektiv wie man meinen möchte. Wenig beachtet wurde bislang auch die Tatsache, dass der Handschuheinsatz für die Haut der MitarbeiterInnen massiv belastend ist. Denn unter den nicht atmungsaktiven Einmalhandschuhen entsteht ein feuchtes Milieu, das die Hautschichten aufweicht und in der Folge zu Juckreiz, Hautirritationen bis hin zu Hautkrankheiten durch Keime oder Allergene führen kann.

Hygiene lässt sich einfacher und effektiver sicherstellen. Nämlich durch die Benutzung von Werkzeugen wie Greifzangen und Gabeln, Folien und Papier – und natürlich durch Händewaschen. In wenigen Spezialfällen, etwa beim Hantieren mit rohem Fisch, liegt die Verwendung von Einweghandschuhen nahe. Eine Unmenge von Handschuhen kann so eingespart werden. Das hilft auch bei der Bekämpfung des weltweit wachsenden Berges an Plastikmüll.

Nicht zuletzt die Wünsche und die Erwartungen der KundInnen entscheiden darüber, ob künftig weniger Handschuhe in den Feinkostabteilungen zum Einsatz kommen. Die vorgetäuschte Hygiene kann damit der Vergangenheit angehören, und auch für die Haut der MitarbeiterInnen ist das jedenfalls eine gute Nachricht.